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Volksbühne Baden-Baden e.V. 

 

KINDER DER SONNE“

von Maxim Gorkij

Deutsch: Ulrike Zemme, Fassung: Sonja Anders


An Rettet-die-Welt-Ideen mangelt es im Haus des Wissenschaftlers Protassow nicht. Dort geben sich die gesellschaftlichen Bildungseliten die Klinke in die Hand, um über die Zukunft der Menschheit zu debattieren. Während Protassow fanatisch forscht, genehmigt sich seine vernachlässigte Frau Jelena gelegentlich einen Flirt mit dem Maler Wagin. Die reiche Witwe Melanija betet Protassow an, währenddessen seine nervenkranke Schwester Lisa als Kassandra sogleich den Untergang der Menschheit prophezeit. Doch während man es sich im Spiegellabyrinth der eigenen Befindlichkeiten gemütlich macht, wütet draußen die Cholera. Das notleidende Volk rottet sich zusammen, die Revolution kann beginnen...


Gorki schrieb „Kinder der Sonne“ 1905 im Gefängnis, wo er wegen der Ereignisse um den „Blutsonntag“ inhaftiert wurde. Es protestierten die Arbeiter vor dem Winterpalais in St. Petersburg für bessere Lebensbedingungen. Soldaten schossen auf die Menschenmenge und es gab hunderte von Toten. In der Folge kam es zu Mordanschlägen gegen Grundbesitzer und Industrielle. Vor dem Hintergrund der Cholera-Aufstände 1892 thematisiert Gorki die Haltung der Intellektuellen und ihre Ignoranz gegenüber einer Gesellschaft, die von sozialen Konflikten zerrissen ist.


Maxim Gorkij (eigentlich Alexj Maximowitsch Peschkow) wurde als Sohn eines Tischlers am 28. März 1868 in Nishnij Nowgorod geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters wächst er bei seinem Großvater auf, aber nach dem Tod der Mutter nimmt dieser ihn von der Schule. Fortan arbeitete Gorkij als Laufjunge, Tellerwäscher, Bäcker und Hafenarbeiter. 1884 zieht Gorkij nach Kasan. Er findet Anschluss an einen der ersten marxistischen Zirkel der Stadt und wird verhaftet. Seiner politischen Betätigung wegen steht er fast ständig unter Polizeiaufsicht. Ab 1892 veröffentlicht er erste Erzählungen wie „Der Bittere“, „Tschelka“ und „Das Lied vom Sturmvogel“. Ab 1899 lebt er hauptsächlich in St. Petersburg. Er befreundet sich mit Anton Tschechow und Leo Tolstoi; auch sein Kontakt zu revolutionären Arbeitern und Marxisten wird enger. Die Dramen „Kleinbürger“ (1901) und „Nachtasyl“ (1902) werden große Erfolge. Die Revolution ist eines der Hauptthemen seiner Werke aus dieser Zeit. 1905 begann eine Freundschaft mit Lenin, für den er 1906 nach Amerika reist, um für politische und materielle Unterstützung zu werben. Hier schreibt er den Roman „Mutter“, der noch heute als Prototyp des proletarischen Romans gilt. Zurück in Russland, wird die autobiographische Trilogie „Kindheit“, „Unter fremden Menschen“ und „Meine Universität“ veröffentlicht. Seine Nichtunterstützung der Oktoberrevolution 1917 führt zu einer Auseinandersetzung mit Lenin. 1921 legt ihm Lenin nahe, seine Tuberkulose im Ausland behandeln zu lassen. Er geht nach Deutschland und Italien. 1931 kehrt er nach Russland zurück, darf aber aufgrund der Meinungsverschiedenheiten mit Stalin das Land nicht mehr verlassen. Am 18. Juni 1936 stirbt Maxim Gorkij in Moskau, unter ungeklärten Umständen.



Inszenierung: Otto Kukla

Bühne: Otto Kukla

Kostüme: Annie Lenk

Besetzung: Crescentia Dünßer, Oliver Jacobs,

Catharina Kottmeier, Sebastian Mirow, Patrick Schadenberg, Constanze Weining, Patrick Wudtke


EINFÜHRUNGS-MATINEE:

Kinder der Sonne“ von Maxim Gorkij

Sonntag 03.09.2017, 11.00 Uhr - EINTRITT FREI


Termine für die Volksbühne:

Donnerstag 02.11.2017 - 20.00 Uhr

Freitag 03.11.2017 - 20.00 Uhr

Sonntagnachmittag 01.10.2017 - 15.00 Uhr

Sonntagabend 10.09.2017 - 19.00 Uhr