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Volksbühne Baden-Baden e.V. 

 

 

FAUST II“

(DER TRAGÖDIE ZWEITER TEIL)

von Johann Wolfgang von Goethe


In einer „anmutigen Gegend“ erwacht Faust aus einem Zauberschlaf. Mephisto bringt Faust an den Kaiserhof, um ihn mit dem Glanz des dortigen Alltags aufzuheitern. Während eines Karnevalfestes lernt er Helena kennen und verfällt ihr. Mit Hilfe von Mephisto gelangt Faust ins antike Griechenland und findet Helena in Troja. Sie zeugen den Sohn Euphorion. Als dieser stirbt, verlässt Helena Faust und folgt dem Geist ihres Sohnes. Die Kleidung, die sie zurücklässt verwandelt sich in Wolken und trägt den Gelehrten in die reale Dimension zurück. Dieser beschließt in die Politik zu gehen, erkennt aber als Greis seine wahre Aufgabe und sagt sich von Mephisto los.

Im Gegensatz zum ersten Teil, der sich ausschließlich mit dem Innenleben und der gequälten Seele Fausts auseinandersetzt, stellt Goethe nun die Figur des Gelehrten in einen geschichtlichen und politischen Kontext. Eine Reihe von Handlungen, die in sich geschlossene Geschichten erzählen, sowie Zwischenspiele, Zauberszenen mit antiken Gestalten und mehrere zeitliche Etappen, die Faust durchlebt, erschweren etwas das Gesamtverständnis. Goethe unternimmt den Versuch, seine Protagonisten durch die Geschichte vom Mittelalter bis zu den Umbrüchen und zum Beginn des Kapitalismus seiner eigenen Zeit zu leiten.


Johann Wolfgang von Goethe, der Klassiker der deutschen Literatur, wurde am 28. August 1749 in Frankfurt/Main geboren. Sein Vater war Doktor der Rechte und kaiserlicher Rat. Auf dessen Wunsch studierte er in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaft, war danach Advokat in Wetzlar und Frankfurt. Seine Leidenschaft galt jedoch dem Schreiben. Er wurde Dichter, Künstler, Theaterleiter, Naturforscher, Kunsthistoriker und Staatsmann. Mit dem Drama „Götz von Berlichingen“ erzielte er einen frühen Erfolg. Die unerfüllte Liebe zu der Verlobten seines Freundes, Charlotte Buff, inspirierte ihn zu „Die Leiden des jungen Werthers“, wodurch er zum Vorreiter und wichtigsten Vertreter des „Sturm und Drang“ wurde. Gegen Ende des Jahres 1775 wurde er von Herzog Karl August nach Weimar eingeladen. Dort machte er die Bekanntschaft mit Charlotte von Stein und der einflussreichen Herzogin Anna Amalia, die bedeutende Persönlichkeiten des deutschen Schriftstellertums um sich versammelte. 1782 wird er in den Adel gehoben. 1786 reiste er für zwei Jahre nach Italien, 1790 folgte der zweite Italienaufenthalt. Goethe verliebte sich in Christiane Vulpius, er heiratet sie nach acht Jahren. Er lernte Schiller kennen. Beide Literaten beeinflussten sich gegenseitig. Sie gelten als die wichtigsten Vertreter der „Weimarer Klassik“, die sich an der Antike und der Renaissance orientierte. Nachdem Goethe, seit der Fertigstellung des ersten Teils im Jahre 1805, zwanzig Jahre nicht mehr am Fauststoff gearbeitet hatte, erweiterte er von 1825 bis 1831 frühere Notizen zum zweiten Teil der Tragödie. Das Werk wurde einige Monate vor seinem Tod veröffentlicht. Er starb am 22. März 1832 in Weimar. Goethe wurde neben Schiller in der Weimarer Fürstengruft beigesetzt.



Inszenierung: Harald Fuhrmann

Bühne und Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter

Besetzung: Mattes Herre, Nadine Kettler,

Ulrike Langenbein, Lilli Lorenz, Sebastian Mirow, Rosalinde Renn, Max Ruhbaum,

Patrick Schadenberg, Rike Schuberty,

Annemie Twardawa, Patrick Wudtke


Dauer der Vorstellung: ca. 2 Stunden


EINFÜHRUNGS-MATINEE:

FAUST II“ (DER TRAGÖDIE ZWEITER TEIL)

Sonntag 14.01.2018, 11.00 Uhr - EINTRITT FREI


Termine für die Volksbühne:

Donnerstag 22.02.2018 - 20.00 Uhr

Freitag 09.03.2018 - 20.00 Uhr

Sonntagnachmittag 28.01.2018 - 15.00 Uhr

Sonntagabend 04.02.2018 - 19.00 Uhr