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Volksbühne Baden-Baden e.V. 

 


VOR SONNENUNTERGANG

von Gerhart Hauptmann

Der siebzigjährige Verlagsbesitzer Matthias Clausen verliebt sich nach dem Tod seiner Frau in die um viele Jahre jüngere Praktikantin Inken Peters. Doch weder seine Familie noch seine Umgebung haben Verständnis für die späte Liebe. In aller Radikalität kämpft Clausen um sein Glück. Seine Kinder wiederum kämpfen verbissen um ihr Erbe. Sie versuchen Inken zur Umsiedlung zu bewegen und sogar ihre Familie zu verleumden. Da diese Bemü-hungen nicht zur Lösung des beargwöhnten Verhältnisses führen, wird gegen den Vater ein Verfahren zur Entmündigung eingeleitet.

Die Uraufführung von „Vor Sonnenuntergang“ 1932 im Deutschen Theater in Berlin ist Hauptmanns letzte große Premiere und zugleich die letzte bedeutende Premiere in der Weimarer Republik. Schon der Titel „Vor Sonnenuntergang“ gibt zu erkennen, dass es sich hier um einen vom Dichter selbst so empfundenen Einschnitt handelt, um das Ende einer Epoche, die einst mit „Vor Sonnen-aufgang“ (1889) begonnen hatte. In Zeiten des demografischen Wandels gewinnt dieses große Familiendrama über Generationen-Konflikte neue Aktualität. Hat der Einzelne ein Recht seinen Lebensentwurf gegen die Interessen seiner Familie zu verwirklichen?


Gerhart Hauptmann einer der bedeutendsten deut-schen Schriftsteller und Dramatiker des 20. Jahrhunderts wurde am 15. November 1862 in Ober Salzbrunn (Schlesien) geboren und verstarb am 6. Juni 1946 in Agnetendorf (Niederschlesien). Vor allem wurden seine Milieustudien, seine detailgetreuen Beschreibungen von Zeitumständen und Menschen, sowie seine ungewöhnlichen Psychogramme gewürdigt. Weltbekannt wurde Hauptmann mit seinen sozialkritischen Dramen wie „Die Weber“ oder „Der Biberpelz“ (beide 1893 uraufgeführt). Darin, sowie in seinen anderen Stücken, beschreibt der Dramatiker im unver-wechselbaren Stil des Naturalismus die Nöte und Leiden der Proletarier und ihre Fremdbestimmtheit durch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zeitumstände. 1896 bekam er erstmals den „Grillparzer-Preis“, den er noch zweimal erhielt. Im gleichen Jahr nahm er den „Schillerpreis“ entgegen. 1903 wurde das Sozialdrama „Rose Bernd“ in Berlin uraufgeführt. In Wien wurde die Aufführung verboten. 1906 erscheint seine Gesamtausgabe in sechs Bänden. Gerhart Hauptmann feierte 1910 mit „Der Narr in Christo Emanuel Quint“ die Erster-scheinung seines großen Erzählwerks. Ein Jahr später folgt die Uraufführung des Dramas „Die Ratten“. Die größte Ehre eines Dichters und Schriftstellers wurde Gerhart Hauptmann an seinem 50sten Geburtstag zuteil, als er den Nobelpreis verliehen bekam.

Inszenierung: Rudi Gaul

Bühne und Kostüme: Olga Motta

Besetzung: Rainer Haring, Mattes Herre, Nadine Kettler, Michael Laricchia, Lilli Lorenz, Simon Mazouri, Sebastian Mirow, Rosalinde Renn, Max Ruhbaum, Patrick Schadenberg, Maria Thomas, Constanze Weining, Bert Wesselmann


Dauer der Vorstellung: ca. 2,5 Std.


Einführungs-Matinee:

VOR SONNENUNTRGANG

von Gerhart Hauptmann

Sonntag 02.09.2018, 11.00 Uhr - EINTRITT FREI


Termine für die Volksbühne:

Donnerstag 01.11.2018 - 20.00 Uhr

Freitag 02.11.2018 - 20.00 Uhr

Sonntagnachmittag 30.09.2018 - 15.00 Uhr

Sonntagabend 09.09.2018 - 19.00 Uhr